Griechenland - Urlaub 2003 ;-)

Abfahrt : 13.April 2003

Rückkehr: 11.Mai 2003

 

 

Endlich war der 13.April 2003 gekommen und es konnte fast pünktlich, wie geplant, um 08:00 losgehen.

Die erste Etappe ging über Augsburg - Zirlerberg - Brenner-Bundesstaße nach Venedig.

Dort sollte der Campingplatz Jolly zur Übernachtung dienen. Leider mussten wir feststellen, dass der Platz geschlossen und total aufgerissen war. Wird hoffentlich wird dort nur umgebaut und renoviert. Also schnell entschlossen weiter zum Camping Fussina. Liegt an der Lagune und Venedig ist mit einem Schiff erreichbar. Das Problem war nur, dass das letzte Schiff um 21:10 zurück fährt, wir also nur 2 Stunden Zeit für Venedig hatten.

Die Zeit hat dann aber doch gereicht, für einmal Verlaufen, Baustelle, umdrehen, neuen Weg suchen, Maria Magiore, Marcusplatz und zum Anleger zurück, war wie immer ein Erlebnis.

Am 14.April, nach dem Frühstück, ging’s noch mal in den Supermarkt, Restversorgungslücken auffüllen und dann ab in den Fährhafen.

Die Einschiffung sollte um 12:00 beginnen. Das Warten auf die Abfahrt und das Treiben auf dem Parkplatz muss man erlebt haben. Nachdem wir schon in Igoumenitsa das Schiff verlassen wollten, durften wir mit dem letzten Schwung an Bord.

Um ca. 12:30 war dann die große Verabschiedung von unserem Begleitteam ( Nicole u. Hubert ) hier noch mal mein Ausdrücklicher Dank für die Begleitung. Pünktlich um 15:00 Ortszeit legte die Parsivä ab und es folgte eine unvergessliche Fahrt durch Venedig, mit einem für mich absolut neuen Blick auf die Lagunenstadt.

Die Überfahrt war mehr als ruhig, das Abendessen blieb auch da wo es hin gehörte und so legten wir am Dienstag pünktlich um 12:30 in Griechenland, in Igoumenitsa, an.

Nachdem wir die Fähre verlassen hatten musste ich schon die erste Reparatur am WoMo durchführen. Die Klappe der Gasflaschen ließ sich nicht mehr schließen. War wohl runtergefallen und hatte den Riegel verbogen. An sich kein Problem mit dem richtigen Werkzeug, das war aber ganz hinten ;-(

Erfreulich war der Tankstopp Diesel 69,9 €-Cent. Es hat sich doch ausgezahlt, dass wir mit leerem Tank in Griechenland ankamen.

Weiter ging’s über die Berge nach Ioannina. Nach Aussage des Campingplatz Menschen die ärmste Region Europas, auf jeden Fall in Griechenland.

Am Abend, nachdem wir am See den Campingplatz gefunden, das WoMo aufgestellt hatten machten wir noch einen 2 stündigen Spaziergang ins alte Zentrum mit Hafen. Dabei wurde auch das Wichtigste ausprobiert - Einkaufen im Supermarkt. ;-))

Zwischenzeitlich aber immer die Frage, wie schon in Venedig, warum läuft ständig der Warmwasserboiler leer, wo läuft das Wasser hin?? Fragen über Fragen und vorerst nur eine Antwort! Das Wasser läuft zurück in den Tank. Also Rückschlagventil defekt!!! so ein Sch....... wo ist das Teil, wo bekommt man Ersatz????

Am nächsten Tag ging’s weiter über den Katara-Pass nach Meteora. Der Pass hat eine ausgeschilderte Höhe von 1600 Meter. Rechts und Links der Straße, so fern vorhanden, lag meterhoch Schnee.

Mittags erreichten wir unser nächstes Etappenziel, den Campingplatz Vrachos in Kastraki unter den Meteora-Felsen. Ist schon beeindruckend diese Gegend. Die Klöster kleben wie Sahnehäubchen auf den verschiedenen Monolithen.

Nach der Kaffeepause war wieder Fehlersuche an der Wasserversorgung angesagt. Fehler gefunden, aber das nächste Problem tat sich auf, die Pumpe mit integriertem Rückschlagventil ist am Ausgang geplatzt. Das Wasser spritzt zum Großteil im Tank in der Gegend herum und läuft natürlich durch den Riss aus der Leitung wieder zurück. Was tun war nun die Frage?? Die Antwort, Radfahren, Gegend erkunden und nachdenken. Das Wetter war auch entsprechend, also was sprach dagegen.

Bei einem wunderbaren Ziegenbraten-Abendessen wurde der Beschluss gefasst mit dem WoMo die Meteoraklöster anzufahren, nicht wie ursprünglich geplant, zu Fuß. War auch gut so.

Also am nächsten Tag früh aufgestanden und gleich nach dem Frühstück rauf zum "Großen Meteora Kloster". Vor uns waren nur 2 Busse da. Nach der Besichtigung waren es schon 5!

Am Rückweg lag noch das Nonnenkloster, Russánu und das mit den ältesten Fresken, Agios Nikolaus. Das war’s dann mit Geschichte, die anderen Klöster heben wir uns fürs nächste Mal auf.

Am Nachmittag war dann wieder das WoMo dran, mit dem bekannten Wasserproblem. Nachdem ich in der Nacht die Reparatur gedanklich durch gespielt hatte ging es jetzt an die Ausführung. Dies war allerdings leichter geplant als getan. Ein Kabelbinder am defekten Pumpenkopf sollte mich ziemlich beschäftigen. Als ich ihn nach ca. einer 1/2 Std. gekappt hatte war die Reparatur eigentlich schon fast erledigt. Mit Isolierband und mehreren Kabelbindern wurde der Riss im Rückschlagventil geflickt, hält vielleicht bis zur Rückkehr.

Nachdem die Pumpe wieder eingebaut war ging das auch mit dem Warmwasser, die Frage nur wie lange!!

Später fiel mir dann wieder die E-Mail von Thomas ein, welche ich kurz vor unserer Abreise von ihm bekommen hatte. Er hatte meine Beiträge und Fragen im Internet bei " www.in-greece.de " gelesen und sich bei mir mit dem Hinweis gemeldet zur selben Zeit in Zentralgriechenland unterwegs zu sein. Tatsächlich trafen wir ihn und seine Frau Bianca am Campingplatz. Wir verbrachten einen netten Abend, gemeinsam im Campingrestaurant, was ich übrigens allen Gästen nur empfehlen kann.

Am Freitagmorgen, es hatte sich inzwischen eingeregnet, ging’s weiter über Larissa, Volos auf den Pilion nach Katà Gadzèa auf den Camping Sikia. Ein zauberhafter Platz direkt am Meer, leider hat es nur geregnet, so dass außer einem Versorgungsgang zum nächsten Super Markt nichts möglich war.

Nachdem in der Nacht der Regen, wie angekündigt, nachgelassen hatte machten wir noch eine kleine Rundfahrt auf dem Pilion, die Steigfähigkeit des WoMo wurde getestet, dann ging’s über die Autobahn weiter Richtung Lamia zum Camping Interstaion.

Eigentlich wollten wir von Glifia aus auf Eyböa mit der Fähre übersetzen, was aber dann doch fallen gelassen wurde. Stattdessen fuhren wir bis Höhe Teben auf der Autobahn um dann über die Brücke bei Halkida auf Eyböa zu kommen. Der Camping Milos in Eretria war offen, so dass wir dort übernachteten. Außer der Übernachtungsmöglichkeit und den super Sanitären Einrichtungen war wiedermal nichts vorhanden. Ein Glück, dass noch 2 Semmeln im Gefrierfach zu finden waren!!

Nachdem wir dann endlich um 09:00 zahlen durften, fuhren wir weiter nach Nea Stira, um von dort aus die Seereise aufs Festland zu unternehmen, war nicht ganz billig aber dafür doch ein Erlebnis.

Das Ziel war die Bucht von Marathon, fast bzw. kurz oberhalb. Wir wollten ursprünglich in Nea Makrie auf den Campingplatz zu Dioniseus gehen, hatten aber die Rechnung ohne die Olympiade 2004 gemacht. Die Bucht von Marathon ist bis Athen eine einzige Baustelle. ;-((

Es sind keine Campingplätze zu finden oder einfach nicht mehr vorhanden. So blieb nichts anderes als den Camping Athen anzusteuern. Dies war ein größeres Unterfangen. Zumal ich die falsche Ausfahrt von der Stadtautobahn genommen hatte. Der Stadtteil Peristeri ist auch ganz interessant. Urplötzlich kamen wir dann doch zur 6 spurigen Straßen die Richtung Korinth führt, was die Orientierung erheblich erleichterte. Damit war dann dieser Tag aber auch schon gelaufen.

Der nächste Tag führte uns wiedermal ins Zentrum von Athen, allerdings ohne Besuch auf der Akropolis sondern nach einem ausgiebigen Mittagessen in der Plaka auf den Philipapos-Hügel gegenüber der Akropolis.

In der Nähe des Fleisch- und Fischmarktes bekam ich auch ein Rückschlagventil für das latente Wasserversorgungsproblem im WoMo.

Nachdem wir am Abend von unseren Beratern zu Hause die Meldung bekamen, ab Mittwochnachmittag scheint die Sonne, ging’s weiter Richtung Korinth. Erstmal war aber Stau auf der 6 spurigen Ausfallstraße angesagt.

Mittagspause machten wir direkt an der Ausfahrt des Kanals, in Isthmia. Irgendwo hatte ich in Erinnerung, dass das Korinthische Golf und der Saronische Golf einen Wasserstandsunterschied von ca. 1m hätten, so erwartete ich eine Schleuse, aber nichts von dem. Muss ich doch noch mal die einschlägige Literatur nachlesen.

Wir suchten vergeblich einen Campingplatz oberhalb des Kanals noch in Attika, was uns durch eine wunderschöne Berglandschaft führte, man sollte sich vielleicht mit freien Stellplätzen anfreunden! da wir den Camping Delphin von unserer Reise von vor 4 Jahren schon kannten fuhren wir dort hin. Damals waren wir die einzigen Besucher auf dem Platz!! Diesmal waren es schon sehr viel mehr Besucher. :-(

Das Bad aber im Korinthischen Golf habe ich aber trotzdem genossen. Das Wasser war nicht so kalt wie erwartet. Fast hätte ich geschrieben warm, schätze auf 19°.;-))

Am nächsten Vormittag ging’s weiter Richtung Pal. Epidauros. Dort auf dem wunderschön in einem Orangenhain gelegen Campingplatz Nicola I wollten wir griechisch Ostern verbringen. Leider war es nicht wie erwartet. Durch das schlechte Frühjahr war der größte Teil des Platzes mehr Morast als Wiese, so verblieb nur ein kleiner Teil für die Campinggäste, welche auch reichlich vorhanden waren. Trotzdem ergatterten wir ein Platz in der ersten Reihe direkt am Wasser.

Nach 3 Tagen am Ostermontag machten wir uns wieder auf den Weg, diesmal nach Mykene. Vor 4 Jahren hatte ich den Weg zur Zisterne nicht gefunden. Leider hatte ich die Rechnung ohne meine griechischen Gewerkschaftskollegen gemacht. Es war am Montag Streik angesagt, so dass wir die Ausgrabung nicht besichtigen konnten. Also wurde ein Ruhetag eingelegt, der uns aber ein vorzügliches Osterlamm im Lokal bescherte, zwar wie üblich, leider kalt, aber trotzdem gut.

Am Dienstag in der Früh ging’s dann zur Ausgrabung und auf die Suche nach der Zisterne. Diese hatten wir relativ schnell gefunden, konnten aber in Ermangelung von Taschenlampen nicht hinunter gehen. Von externer Beleuchtung stand nichts in meinem schlauen Buch. Also das nächstemal!! ;-)))

Nach ca. 2 Std. Ausgrabung fuhren wir weiter Richtung Mani. In Sparta legten wir eine Einkaufspause im griechischen Super Markt ( ein Zeichen von Zivilisation ) dort kaufte ich auch eine Zweikomponentenknetmasse eigentlich nur interessehalber, kann man ja mal brauchen. 200m weiter gab’s einen LIDL, ich hoffe die Freunde von " in.Greece.de " lesen meinen Bericht nicht, ein. Ist schon interessant das Angebot vom Lidl, muss ich, wenn wir wieder zuhause sind, reklamieren, dass es bei uns kein Halvas, Retsina oder Lammjohurt in der Tonschale gibt.

Am späten Nachmittag erreichten wir den Campingplatz Mani Beach kurz nach Githio, steht in keinen deutschen Campingführer, kann ich nur empfehlen. Ist inzwischen unter neuer Führung und teilweise renoviert. Kaum war das WoMo abgestellt durfte ich schon den neu erstandenen Kleber testen. Unterwegs hatte sich wiedermal eine der Jalousien der Dachfenster verabschiedet. Ist ein absoluter Murks die dort verwendete Technik. 2 gegenläufige Seile führen die Ziehharmonika, Idee ist gut, die Befestigung der Seile ist der Schwachpunkt, einfach nur Pfusch-(((

Mittwochs - Früh ca. 10:30 ging’s weiter Richtung Mani und Kalamata. In Kalamata war kein Campingplatz mehr zufinden, so dass wir gleich bis Finikounta weiter fuhren. Der Campingplatz dort war auch ganz schön voll, doch für uns blieb dann doch noch ein schönes Sonnenplätzchen für die nächsten 3 Tage.

Samstag Früh fuhren wir dann über Methoni ( Mittelalterliche Festung ) Pilos ( im Hafen liegt ein Großteil der Türkischen-Flotte versenkt ) vorbei an der Badewanne des Nestor zum Camping Tholo Beach. Der Platz liegt durch ein Wäldchen und Olivenhain getrennt vom Meer. Ist ganz nett für eine Übernachtung.

Sonntags Früh ging’s dann los in die Berge, den eingepackten Apollo-Tempel in Vasses zu besichtigen. Die 40 km Fahrt dort hin, führten uns durch eine sehr reizvolle Bergwelt bis in eine Höhe von 1200 m. Leider sind die Ortsdurchfahrten sehr eng und zum Teil durch parkende Fahrzeuge verstellt. So blieb ich mit dem WoMo, in Nea Figalia, an einem Balkon hängen. Wie groß der Schaden ist lässt sich erst zuhause ermitteln :-((( Trotz alledem würde ich Fahrt gleich wieder machen. Es waren ca. 3-5 Stellen an denen die Straße zur Hälfte abgerutscht war, durch den glücklichen Umstand aber, dass uns bis zur Passhöhe kein Auto entgegen kam erleichterte die Bewältigung dieser Strecke.

Der Tempel selbst ist von einem riesigen Zelt umgeben und wird derzeit konserviert, so dass er in absehbarer Zeit wieder ausgepackt werden kann. Ich kann die Reiseführer nicht verstehen welche die Besichtigung nur Fachleuten empfehlen, mit der Aussage "für Otto Normalverbraucher wäre der Tempel uninteressant"?

Weiter ging dann die Fahrt über Andritsena, Krestena nach Olympia auf den gleichnamigen Campingplatz. Die in meinem Reiseführer erhobene Aussage " Sonntags sind die Ausstellungen kostenlos zu besichtigen " kann ich nicht bestätigen. So verzichteten wir auf Besichtigung der Ausgrabung und machten stattdessen einen Ortsbummel.

Am Montag Früh fuhren wir dann weiter, der Küstenstraße folgend, Richtung Patras. Von dieser Route kann ich eigentlich nur abraten, es sei denn man hat es fürchterlich eilig. Die Fahrt von Olympia über die Berge nach Patras ist wesentlich abwechselungsreicher.

Die letzten 2 Tage Griechenland verbrachten wir am Camping Kato Alissas in Alissias 20 km vor Patras. Der Platz ist für eine Nacht völlig ausreichend, die Santereinrichtungen sauber. Im nachhinein betrachtet hätten wir 1 Tag länger in Finikounta bleiben sollen.

So hatte ich aber Zeit meinen, diesen, Bericht eigentlich zeitnah schon in Griechenland zu schreiben. Während des Schreibens plötzlich ein Knall, die nächste Jalousie war Reparaturbedürftig. Also Zweikomponentenkleber herausholen und die schon erprobte Reparatur konnte beginnen. Mein Händler wird sich freuen, wenn ich all die kaputten Dinge Reklamiere.

Am Mittwoch den 07.Mai machten wir uns gegen Mittag mit schweren Herzen auf zur letzten Fahrt nach Patras. Um 23:59 ging unsere Fähre wieder Richtung Venedig.

Die Zeit nochmals um einzukaufen und uns in den uns bekannten Supermärkten umzusehen. Beim griechischen Sparladen kauften wir noch Lammmilch Joghurt, beim Praktiker ein bisschen Werkzeug und vor allem 2komponenten Knetmasse ( man weis ja nie ) für WoMo.

Dann ging’s nach Rion den Fortgang der Golfbrücke bewundern und die Zeit bis zum Abend noch am Meer zu sein. Dort traf ich auch einen Ziegenhirten der mich auforderte ihn zu fotografieren. Die letzten Stunden unseres Griechenlandurlaubes verbrachten direkt neben der Parsiphä unserer Fähre zurück nach Venedig.

Nach einem Zwischenstop in Korfu ging’s wieder nach Igoumenitsa um dann endgültig Griechenland zu verlassen. Auf dem Campingdeck war noch Platz für mindesten ein komplettes Bundesligaspiel.

Nach einen absolut ruhigen Überfahrt waren wir am Freitag um 07:30 in Venedig. Von dort ging’s nach Bardolino am Gardasee um die restlichen 2 Tage mit unseren Empfangskomitee Wiedersehen zu feiern.

An der Eschelsbacher Brücke trennten sich unsere Wege, Nicole und Hubert nach Karlshuld und wir wieder nach Nördlingen.