Griechenland 2004

Abfahrt : 09.April 2004

Rückkehr: 02.Mai 2004

 

Am Karfreitag 9.04.04 fuhren wir pünktlich um 09:00 in Nördlingen los. Die Fahrt verlief wie gewohnt ruhig ohne besondere Staus außer in Innsbruck, wo anscheinend alle den dort nicht geltenden Feiertag zum Versorgen nutzten. Mittag waren wir am Brenner wo`s die obligatorischen Wiener gab. Der Supermarkt hatte auch geöffnet, so dass Wein und Wasser gebunkert werden konnte.
Weiter ging´s dann über die Autobahn nach Venedig. Die Zahlstelle erwies sich wieder als Nadelöhr und kostete uns eine 1/2 Std. Wartezeit. Macht nichts, wir waren eh am Ziel angekommen. Der Campingplatz Jolly hatte auch wieder offen, so dass wir für 1 Nacht 29 € zahlen durften.
Am Samstag Früh ging´s dann wieder zum Einkaufen und anschließend zum Einchecken in den Hafen. Minoan hatte, wie versprochen, immer noch CoB. War schon wundersam mit nur 3 WoMos auf den Camperdeck. Wir hatten Platz zum Fußball spielen. Anscheinend werdend dieses Jahr nur die inneren Plätze belegt.

alter Verladekran
die Ikarus
Platz für noch Viele

 

Pünktlich um 15:00 Ortszeit legte die Ikarus vom Anleger ab und fuhr durch Venedig Richtung Igoumenitsa. Die Überfahrt war im ersten Teil, wie gewohnt, ruhig. Das Internet hatte mir aber eröffnet, dass mit bis zu 3 m Seegang im Ionischen Meer zu rechnen ist. Von alledem war um 22:00 Uhr, Schlafenszeit nicht zu merken.
Plötzlich 00.00 Uhr, aus den Lautsprechern volle Dröhnung, ein Pope, möchte oder muss eigentlich sagen, der Oberste aller Griechischorderdoxen gab die Auferstehung Jesus im Radio bekannt. Dies wurde von der Crew auf die Lautsprecheranlage gegeben. Dauerte 5 Min dann war wieder Stille an Deck.
Um '2.00 wachte ich wieder auf weil plötzlich der Kopf so merkwürdig nach unten ging. Der Seegang hatte uns nun doch erwischt. Es sollte bis Mittag so weiter gehen. War aber für mich, andere hatten da wohl größere Probleme, auszuhalten. 200 m Schiff rollen nur, ist leichter für mich.
Pünktlich um 13:30 legte die Ikarus in Igoumenitsa am neuen Anleger an und die Balkanrally Richtung Thessaloniki begann.

Gondelwerft
Türme v.Maria Dela Salute
Marcusplatz, ein Schiff fährt vorbei
Sonnenuntergang
Einkaufsmaile
ein bischen Seegang

Um ca.16:00 waren wir wieder auf dem Campingplatz in Ioannina. Das Wetter war super, 30° Lufttemperatur.
Am Abend gab´s unser mitgebrachtes Osterlamm, natürlich unter freien Himmel. In der Nacht begann es zu regnen. Der Regen sollte uns den ganzen nächsten Tag immer wieder begleiten. Am Vormittag reichte eine Regenpause allerdings für eine kurze Radfahrt. Dabei konnte ich auch gleich Brot kaufen, somit waren wir nicht auf unsere Reserve angewiesen.

schöner geht es kaum
erstes Sonnenbad
Vorbereitung zur Regatta

Dienstag Vormittag fuhren wir dann Richtung Kalambaka weiter. Allerdings haben wir in Ioannina auch noch einen Supermarkt, zwecks auffüllen der Vorräte, besucht. Dort trafen wir auf eine sehr aufmerksame Kassiererin, welche die von uns ausgesuchte Marmelade einfach in die momentan im Angebot befindliche (2 Dosen statt einer) umtauschte. Ob das bei uns auch so gehandhabt wird?
Für die 120 km nach Kastraki über den Katarapass brauchten wir ca. 3 Std. Da der Verkehr sehr ruhig war kamen wir schön ausgeruht am Fuß der Meteora Klöster an.

der See von Ioannina
Blick auf Metsovo
kurz vor Katara Pass Höhe
 
erster Blick auf die Monoliten v. Meteora
vom CP Varachos aus

Ich fuhr auch dieses Jahr auf den CP Varachos und konnte dort auch den gleichen Stellplatz belegen. Nach dem Kaffee machte ich dann eine Erkundungsfahrt mit dem Fahrrad nach Kalambaka.
Am Mittwoch Früh fuhren wir zu den Klöstern. Als Erstes besuchten wir Agios Stephanos. Das Kloster liegt direkt oberhalb von Kalambaka.
Das nächste Kloster das wir besuchten, Agios Triada, spielte schon mal in einem James Bond Film eine Rolle. Der Anstieg zum Kloster war schon etwas schwierig, zumal mitten in den Fels gehauenen Treppen eine Baustelle war. Die Brüstung muss wohl sehr baufällig gewesen sein, jedenfalls wurde sie auf ca. 5 m Länge erneuert.
Zuletzt besuchten wir noch das Kloster Varlaam. Dort trafen wir auch wieder auf die 3 Ehepaare die wir in Ioannina kennen lernten und das Ehepaar aus "HDH" nach eigenen Angaben schon seit 2. Januar in Südeuropa unterwegs ist.
Mit dem Kloster Varlaam hatten wir alle 6 bewohnten Klöster besichtigt. 3 waren schon vor einem Jahr unser Ziel.

Agios Stephanos
Blick auf Kalambaka
Klosterkirche
Aigos Triada
Achtung Baustelle
Großes Meteora u.Varlaam
Agios Nikoloaos
Nonnenkloster Russánu
großes Meteora von Varlaam aus
auch diese Höhlen waren bewohnt
hier gabs wunderbares Lamm
Blick über Kastraki

Am nächsten Morgen, Donnerstag den 15.April, fuhren wir weiter Richtung Delphi. Ursprünglich wollte ich direkt nach Cap Sounion fahren, ist aber für eine Tagesetappe zu weit. Am Ortsausgang von Karditsa fanden wir einen Lidl Markt. Ich erwähne die Lidl-Märkte, weil sie eine gute Einkaufsquelle sind, mit griechischen u. deutschen Warensortiment bestückt und für uns deutsche gewohnt sind. Ich möchte keinesfalls in die Diskussion verschiedener Foren einsteigen über den Sinn und Zweck solcher Märkte. Ich jedenfalls musste feststellen, dass Griechen in solchen Märkten einkaufen. Zudem würde ich mich freuen wenn Lidl in Deutschland auch Artikel aus Griechenland verkaufen würde.
Die Straße nach Delphi führt von Lamia aus wieder über die Berge, über den Amplema Pass, Richtung Itea am Korinthischen Golf. Auf der Abfahrt vom Pass kam uns doch plötzlich ein Düsenjäger der griechischen Luftwaffe in Augenhöhe entgegen. Gut, er war noch weit genug rechts neben der Straße aber man erschrickt schon über solch eine außergewöhnliche Begegnung.

Blick auf Euböa
Lamia
der Olivengarten von Itea


Gegen Nachmittag erreichten wir den Camping Apollon in Delphi. Am Freitag Vormittag besuchten wir die Ausgrabungen. Mit dem Umbau des Museums sind sie, von Außen gesehen, nicht viel weiter gekommen es ist immer noch die gleiche Baustelle wie vor 5 Jahren. Dafür wurde das antike Theater von Unkraut und Kleingewächsen befreit, sieht so richtig geputzt aus. Gegen Mittag kamen dann die Touristenbusse. Es wäre Not die Wege durch Ampelregelung zu steuern, damit ein Durchkommen und Anschauen möglich wird.
Wir verließen fluchtartig den sonst eigentlich beschaulichen Ort. Die Kastalischequelle, wegen Steinschlaggefahr gesperrt, darf immer noch nicht betreten werden. Vor 5 Jahren bin ich einfach über die Absperrung gestiegen, war diesmal nicht möglich, wegen der vielen Leute.
Mittagessen gab’s in Delphi, das Gyros wurde dort nicht scharf gebraten sondern eher gerade durch. Schmeckt etwas anders, war aber auch gut.

Marktplatz
Apollontempel
Stadion


Am Samstag Früh, machten wir uns wieder auf die Reise. Heute sollte es zum Cap Sounion, der Ostspitze Attikas, gehen. Unterwegs stand die Besichtigung der Ausgrabungen Orthomenos, Reste des Theaters und der Schatzkammer des Minyas, auf dem Programm. Den Tipp für diese Ausgrabung fand ich im Buch "mit dem WoMo nach Griechenland" Band 1. Die dort auch beschriebene Kirche war leider versperrt. Die Ausgrabungen sind auch nicht so großartig, da es aber mehr oder weniger direkt an unserer Wegstrecke lag, hat sich die Besichtigung doch gelohnt.

Koimesis-Kirche v. Skripou
Eingang z.Schatzhaus
Theater

Gegen Mittag erreichten wir die Vororte von Athen. Um den Verkehr in Athen dringend zu meiden, fuhren wir rechtzeitig von der Autobahn ab und am Marathonstausee vorbei nach Marathon.
Weihnachten war ich in einer Diskussion mit einer Griechin noch felsenfest überzeugt, dass Griechenland mit den Bauarbeiten bis zur Olympiade fertig sein wird. Was ich allerdings in Marathon sah, lässt mich jetzt an meiner Zuversicht sehr stark zweifeln. Die Baustellen sehen genauso aus, wie vor einem Jahr. Von Marathon bis Athen eine einzige Baustelle, die gleichen Löcher und Stahlplatten darüber!
Heuer fanden wir rechtzeitig eine Abzweigung Richtung Spata und ersparten uns so das Verkehrschaos in Athen.
Vorbei am neuen Flugplatz ging’s dann 4 spurig im Schritttempo nach Ag. Dimitrions am Saronischen Golf und von dort, immer das Meer rechter Hand, Richtung Cap Sounion. Gegen 15:00 waren wir am Camping Bacchus in Sounion. Leider liegt der Campingplatz zu weit vom Poseidontempel weg, so dass der berühmte Sonnenuntergang das Ziel unserer nächsten Griechenlandfahrt sein wird. Ich muss da eine andere Zeiteinteilung vornehmen.

 
 
 
Poseidontempel von Sounnion
 


Am Sonntagmorgen fuhren wir dann zuerst an den Tempel, dann weiter nach Piräus in den Hafen. Dort war der Verkehr zum Glück nicht wie gewohnt aus Athen. So konnten wir unsere Besichtigungsfahrt relativ schnell erledigen.
Gegen Mittag waren wir wiedermal in Istma, am Kanaleingang, angelangt. Unterwegs hatte es geregnet und auch gleich stark abgekühlt. So merkt man doch sehr schnell, dass erst Mitte April ist. Diesmal hatten wir nicht das Glück, dass ein Schiff den Kanal passieren wollte. So war unser Mittagessen nicht von diesem Schauspiel gekrönt.

Baumkrone
Ausgrabung v. Epidavros
Blick auf den Orangenhain


Nach kurzer Beratung fuhren wir gleich nach Palea Epidavros. Das wir dann gegen 15:00 erreichten. Am CP Nicola 1 wurden wir wie alte Freunde begrüßt. Ein Platz in der ersten Reihe war auch frei, so dass der Aufenthalt nur noch schön werden konnte. Leider spielte das Wetter nicht mit, zum baden war´s zu kalt. Frühstücken konnten wir aber bis auf Donnerstag, unser Abreisetag, jeden Tag in der Sonne direkt am Meer.
Donnerstag ging’s dann weiter nach Nauplia zur rundum Versorgung, Lidl, Bank u. griech.Supermarkt.
Anschließend besichtigten wir die Ausgrabungen von Tyrins. Das was von dieser Burg, sie lag zu ihrer Zeit noch direkt am Meer, heute ca. 6 km, übrig und zu besichtigen ist, ist wirklich nur ein Steinhaufen, allerdings sehr imposant.

Burtzi-Insel vor Návplion
Tiryns östliche Galerie
Rampe zum Eingang


Danach ging´s weiter und so erreichten wir gegen 15:00 den Camping Atreus in Mykene. Das Aufstellen des WoMos erwies sich als etwas größere Aktion, da der gewohnte Stellplatz von einem WoWa belegt war und wir auf Sonne angewiesen waren, da die Solarzelle ihrer Pflicht der Versorgung nachkommen sollte. Es ist eigentlich immer das gleiche Problem, will man Sonne scheint keine oder es gibt nur Schattenplätze, sucht man Schatten ist keiner in Sichtweite. Zum Abendessen gab’s Souflaki wieder in der gleichen Taverne wie vor einem Jahr.

ein absolut sonniger Platz
Wirtschhaftgebäude des CP
Löwentor


Am Freitag den 23.April um 09:30 ging´s an die Besichtigung der Ausgrabungen. Vor uns waren schon mehrere Busse da, so dass sich ein gewisses Gedränge vor dem Löwentor bildete.
Da wir unser Ziel, die Zisterne schon wussten, konnten wir den Pulk von Menschen relativ schnell überholen und uns auf das für uns noch fehlende Teil Mykene beschränken.

Gang zum Nordtor
Eingang zur Zysterne
neu ausgegrabenes Gewölbe


Ausgerüstet mit Scheinwerfer und Taschenlampen machten wir uns an den Abstieg in die Zisterne. War ganz intressant lohnt aber, wenn man ehrlich sein will, nicht den nochmaligen Eintritt von 6 € pro Person. In der Ausgrabung wurde zwischenzeitlich ein weiters Kuppelgrab freigelegt, bei dem aber die Kuppel eingestürzt ist.
Um ca. 11Uhr verließen wir dann Mykene in Richtung Korinthos. Unterwegs sahen wir immer wieder ganze Olivenhaine die im Winter erfroren waren, die ganze Ebene von Nauplia bis hinter Mykene ist davon betroffen.
Ich wollte nicht direkt nach Korinthos fahren sondern durch die Berge über Nemea nach Vrahati und von dort aus zum Camping Blue Delphin. Leider funktionierte es mit der Wegbeschilderung nur mangelhaft. Als ich dann in den Bergen, in Dafni, Richtung Mehr abbiegen wollte wurde mir von den Einheimischen klar gemacht, dass ich mit meinem Fahrzeug nur über die normalen Straßen fahren können und von hieraus nicht ans Meer komme. Nach einer kurzen Diskussion, er griechisch ich auf deutsch, drehte ich um und befuhr die normal ausgeschilderte Straßen nach Korinthos. Mit einer guten Straßenkarte hätte ich sehen können, dass die ursprünglich gewählte Route fast ausschließlich aus weisen Straßen bestand. Also wirklich zu eng für unser 2,30m breites Fahrzeug.
So kamen wir halt früher als geplant am CP an. Da das Wetter hervorragend war beschloss ich nach abstellen des WoMo´s erst einmal das Wasser des Golfes zum Baden zu nutzen. Anschließend in der Sonne trocknen, gibt einen wunderbaren Sonnenbrand, vorallem wenn man dazu noch einschläft.

 
 
 
das Wasser hatte 20°
 

Gegen Abend kam noch ein Ehepaar aus Stuttgart, auch mit einem LMC WoMo, nur schon etwas älter als unserer. Mit Ihnen kamen wir leicht ins Gespräch, sie sind wunderbare Zeitgenossen. Ich möchte mich an dieser Stelle nochmals für die kurzweiligen Stunden unseres Zusammentreffens bedanken.
Samstag war dann Putz und Flicktag, auch baden ging noch mal, einkaufen für den Abend und Sonntag stand auf dem Programm. Am Abend erzählten wir dann den Stuttgartern von unseren 2 Reisen mit dem WoMo in Griechenland. Ich konnte Ihnen auch ein paar Tipps für Besichtigungen kundtun, es ist Ihre erste Reise nach Griechenland, sonst waren sie schon anscheinend überall auf der Welt.

Agia Lávra
Blick zurück
ein geputztes Olympia - Stadion

Am Sonntag fuhren wir weiter. Ziel war Olympia, ich wollte sehen wie weit die Vorbereitungen für die Kugelstoßwettbewerbe, die im August stattfinden sollen, gediehen sind. Unsere Route war über Zahlorou, dann Kalavrita vorgesehen und dann weiter durchs Landesinnere.
Leider war in den bekannten Gebirgsorten wegen des anhaltenden Regens eine Besichtigung nicht möglich, müssen wir beim nächsten Besuch nachholen. Auch ist die Zahnradbahn, nach ihrer Renovierung, noch nicht betriebsbereit. Dieses wusste ich aber schon im Vorfeld unserer Reise, aus dem Internet.
Weiter ging´s dann bei teilweisen strömenden Regen durch eine wunderschöne Gebirgslandschaft auf zum Teil neugebauten Straßen nach Olympia. Nur in Panaghitsa wurde es noch mal richtig eng, da uns ein Auto entgegenkam und ich eigentlich schon die ganze Straßenbreite belegte. Nach einigen Rangiermanövern kamen wir doch dann aneinander vorbei. Diesmal ohne Berührung mit einem Balkon
Nach ein paar Kilometern ereichten wir die Verbindungsstr. Tripolis - Olympia. Die Straße wurde anscheinend in den letzten Jahren neu gebaut, sie machte zumindest so einen Eindruck. Die Fahrt durchs Arkadia Gebirge Richtung Olympia erwies sich als äußerst reizvoll. Die Gegend dort ist wunderbar, die Straße mehr als kurvig und die wenigen Ortsdurchfahrten sehr eng. Ich war froh, dass unser WoMo nur etwas mehr als 6m Länge und nur 2,3 Breite hat. Zudem konnte ich nur von Glück sagen, dass uns in Langadia und Lavadaki kein Omnibus entgegen kam.
Gegen 17:00 Uhr erreichten wir Olympia direkt am Ausgrabungsgebiet. In Olympia sind die Vorbereitungen für das große Sportereignis weit fortgeschritten. Das Museum scheint fertig zu sein, alles wurde renoviert oder neu gemacht. Uber die Toilettenanlagen wurde uns berichtet, dass ein 4 Sterne Hotel sich ein Beispiel daran nehmen könnten, im Museum weißer Marmor, vom Feinsten, in der Ausgrabung ist der Marmor leicht bräunlich. Wie gesagt, so die Berichte von verschiedenen Besuchern. Wir selbst haben auf eine direkte Besichtigung verzichtet, das was ich sehen wollte war auch von außen einsehbar. Das Stadion wurde regelrecht herausgeputzt. Ob noch Tribünen für die stattfindenden Wettbewerbe aufgebaut werden, wird man bei den Übertragungen sehen.
Die Einfahrt zum Campingplatz zu finden erwies sich als schwierig. Bei den Aufräumaktionen sind die Hinweisschilder der 3 Camping Plätze anscheind hinderlich gewesen, so dass kein Platz mehr ausgeschildert ist. Erst nachdem wir Olympia schon wieder verlassen hatten, umdrehten und aus der gewohnten Richtung kam, fand ich den Platz.
Dort trafen wir auch wieder einen Gast den wir schon vor einem Jahr dort kennen gelernt hatten. Er stand genauso so wie vor einem Jahr geparkt, so dass ich vermutete er wäre dort geblieben und erst gar nicht mehr nach Hause gefahren, was ich in seiner Situation auch verstanden hätte.
Nach einer ruhigen Nacht, es hatte zur Abwechslung wiedermal geregnet, machten wir uns auf die Weiterfahrt. Unser Ziel war diesmal der Campingplatz Paradieso bei Amaliada.

CP Paradieso bei Amaliada
der Strand mit Hafen
am Horizont die Insel Zakinthos


Dort wollten wir 3 Tage am Meer verbringen. In Amaliada hatten wir voriges Jahr per Zufall einen Lidl entdeckt. Da ich nicht sofort dort zum Einkaufen wollte, fuhr erstmal durch die Stadt um auch andere griechische Supermärkte zu suchen, Lidl hat halt doch nicht alles. Nachdem wir unsere Vorräte soweit ergänzt und auch schon Waren für zu Hause eingekaut hatten fuhren wir auf den Campingplatz.
Die Anlage ist einfach, aber sauber. Als negativ muss ich bemerken, dass in der Nähe, in Killini, ein Militärflugplatz und zwischen Festland und der Insel Zakinthos ein Seeschießübungsgebiet ist. Bei Sonnenaufgang geht der Flugbetrieb los und in der Nacht bis ca. 22:00 Uhr gibt’s Schießübungen mit Bomben Einschlägen. War halt einfach zu laut. Das Wetter hatte sich soweit gebessert, dass an Sonnenbaden zu denken war. Ins Meer habe ich mich am Mittwoch auch getraut. Zum Abkühlen warm genug, ca. 18° mehr aber noch nicht.

Am Donnerstag machten wir uns wieder auf den Weg Richtung Patras. Da wir nur noch ungefähr 80 km von dort entfernt waren und den ganzen Tag Zeit hatten, wählte ich die Route am Meer entlang.
Unterwegs besichtigten wir die Ruine der Festung Chlemoutsi in Kastro. Die Festungsanlage hatte ich schon vom CP aus gesehen, sie ist nachts angestrahlt. Die Hauptburg ist sechseckig und hat imposante Hallen bei denen noch zum Teil die Deckengewölbe erhalten sind. Auf der Befestigungsmauer kann man die Vorburg zur Hälfte umgehen. 1825, so eine Tafel am Eingangstor, wurde die Anlage von Ibrahim Pascha bombardiert und zum Teil geschliffen.

 
Chlemoutsi
 
     

Von Kastro aus führte unser Weg nach Kyllini und von dort aus weiter zum C.Araxos. Leider hatte ich in Paralimni die falsche Richtung gewählt und bog links statt rechts ab. Die Straße wurde immer schlechter, eigentlich nur noch ausgespülte Rinnen und Steine. Vor uns fuhr ein Skraeter (so was wie eine Planierraupe), die den Zustand verbessern sollte. Nachdem ich an dem Gerät vorbei war konnten wir vielleicht noch 500 m weiter bergauf fahren. Dann hat mich der Mut verlassen und bei der ersten sich bietenden Möglichkeit brach ich die Exkursion ab und verzichtet auf unser Vorhaben, den Strand zu finden zumal ich auch aus der Karte ersehen konnten, dass wir eigentlich falsch fuhren. Nachdem auch die richtige Straße gerade so breit war wie unser WoMo, verzichteten wir ganz auf das Besichtigen des Strandes am Leuchtturm von C.Araxos und machten uns auf den Weg zum CP Kato Alissos bei Kato Achaia.

 
Blick auf den Golf von Patras
bis hierher und nicht weiter, oder vielleicht doch ?


Dort wollten wir die letzte Nacht in Griechenland verbringen, weil man von dem dortigen Restaurant, unter einem tausend jährigen Olivenbaum, eine wunderbare Sicht auf Patras, bei klarem Wetter die Brücke von Rion und den gleichnamigen Golf hat.

 
10000jähriger Olivenbaum
 
die neue Brücke über den Golf bei Rion


Am Freitag gegen Mittag fuhren wir weiter nach Patras. Dort war dann erst mal einkaufen angesagt. Dann noch weiter nach Rion den Fortgang der Brückenbauarbeiten bewundern und dem Treiben beim Anlegen der Fährschiffe zuschauen, einfach die Zeit bis zur Abfahrt der Fähre totschlagen. An baden war dieses Jahr nicht zu denken. Kalt war es nicht aber regnerisch und äußerst stürmisch. Einmal musste ich das WoMo gegen den Wind stellen weil es zu sehr geschüttelt wurde.

 
   
da fehlt auch noch ein Stück, lag noch in Venedig!


Gegen 17:00 Uhr suchte ich mir am Anleger einen aussichtsreichen Parkplatz im Hafen um uns einzuchecken. Nach dem Abendessen machten wir noch einen Spaziergang durch Patras, die 193 Stufen hoch, Richtung Festung.

Blick auf Patras
Minoan und Superfast
die Ariadne beim Anlegen


Gegen 20:30 kam dann unsere Fähre die Palas Ariadne, die uns um 24:00 zurück nach Venedig bringen sollte. Im Gegensatz zur Ikarus, ist die Ariadne ein neues Schiff Baujahr 2002. Auch der Schiffstyp ist anders. Wurden wir in Venedig 2 Std. vor der Abfahrt verladen, mussten wir in Patras bis 20 Min. vor der Abfahrt warten bis wir aufs Schiff durften. Es ist dann schon eine Geduldssache abzuwarten bis sie wirklich keinen LKW mehr finden und man endlich aufs Schiff darf. Wir waren ca. 10 Camper auf dem Campingdeck. Der Rest eine Handvoll PKW´s und jede Meter LKW´s aber trotzdem war noch genügend Platz auf dem Deck.
Im Vergleich zu den älteren Schiffen Ikarus und Pasiphae, mit denen wir im vorigen Jahr gefahren sind, ist die Ariadne ziemlich beengt, obwohl sie nur um 80 cm schmäler ist. Es ist alles nicht so großzügig angelegt wie auf den anderen genannten Schiffen. Dort ist die Raumaufteilung quer zum Schiff, während bei der Ariadne sich die Aufteilung Längs gestaltet. Auf der Steuerbordseite die Bars und Backbord die Restaurants und Shops. Durch diese Einteilung wirkt alles enger.
Nach einer relativ schaukeligen Nacht kamen wir pünktlich zum Sonnenaufgang im Hafen von Korfu an, um dann nach ca. 15 Min. Ladezeit weiter nach Igoumenitsa weiter zufahren. Dort ging es um 10:00 weiter Richtung Venedig.

 
Blick zurück auf Igou.
 


Leider war der Pool wegen Restaurierungsarbeiten nicht gebrauchsfertig, wäre aber auch zu kalt und windig gewesen. So machten wir uns im Windschatten am Heck bequem. Um 12:00 Uhr kam uns die Pasiphae entgegen und gegen 17:00 Uhr überholten wir dann die El Venizelos, von Anek Linis, die in Igou 1 Std. vor uns abgefahren war. Dieser Abschnitt der Seereise war wieder absolut ruhig nur das Schiff war in sich lauter und die Fahrt dadurch irgendwie ruppig.
Am Sonntag Morgen nach Sonnenaufgang wurde das Schiff immer langsamer und stoppte dann ganz. Plötzlich war die Sonne auf der anderen Seite des Schiffes, wir mussten wohl einen Warterunde gedreht haben, vom Land ( Venedig ) war weit und breit nichts zu sehen. Nach einer halben Stunde kam dann das Lotsenboot.

 
Venedig im Nebel
 
     


Wie wir die Einfahrt von Venedig passierten, konnten wir den Leuchtturm nur schemenhaft im Nebel erkennen. Nun wurde klar warum wir soweit draußen auf den Lotsen warten mussten. Ein Schiff mit 212 Meter Länge und 23 Meter Breite, durch die Wasserstraßen von Venedig und das bei einem Nebel, dass man nicht mal die Gebäude rechts und links am Ufer sehen konnte, zu steuern, ist schon eine Aufgabe. Der Kapitän der Ariadne betätigte in regelmäßigen Rhythmen das Nebelhorn um so die andern Schiffe und Boote zu warnen.
Rechtzeitig vor dem Markusplatz lüftete sich der Nebel um dann vor dem Anleger wieder dichter zu werden. Ich musste feststellen dass Venedig im Nebel einen ganz besonderen Reiz darstellt.
Um 08:45 konnten wir das Schiff verlassen und uns auf die Heimfahrt nach Nördlingen begeben, das wir um ca. 18:00 Uhr erreichten.
Als Resümee möchte ich festhalten; es wäre unendlich schade, wenn CoB endgültig vorbei wäre, es ist für uns WoMo und WoWa-Besitzer schon eine feine Sache.
Dieses Jahr hatte es der Wettergott es besser mit uns gemeint, es war noch nicht warm genug aber wir mussten nachts nicht heizen.
Eines ist sicher, wir müssen im nächsten Jahr wieder nach Griechenland, unbedingt, wie auch immer!